PSA, BGS oder CGC? Grading-Services im Vergleich

Du hast entschieden, eine wertvolle Karte einschicken zu lassen — aber zu wem? PSA, BGS, CGC, SGC: Die Grading-Services unterscheiden sich bei Preis, Tempo, Optik und vor allem beim Wiederverkaufswert deutlich. Dieser Grading-Service-Vergleich hilft dir, den richtigen für deine Karte und dein Ziel zu wählen — ohne teures Lehrgeld.

Vorab die Grundsatzfrage: Ob sich Grading bei deiner Karte überhaupt lohnt, klären wir ausführlich in Karten grading lassen – wann es sich lohnt. Hier geht’s um die Stufe danach: welcher Anbieter. Den Zustand vorher realistisch einschätzen hilft übrigens enorm — dafür gibt’s den Zustands-Guide.

Die vier großen Anbieter im Überblick

  • PSA – der Marktführer. PSA-gegradete Karten erzielen in der Regel die höchsten Wiederverkaufspreise. Dafür teurer und oft mit langen Bearbeitungszeiten. Nur ein Gesamt-Grade, kein Subgrading.
  • BGS (Beckett) – bekannt für Subgrades (Ecken, Kanten, Oberfläche, Zentrierung einzeln). Das begehrte „Black Label“ (perfekte 10 in allen Subgrades) kann sogar PSA 10 übertreffen.
  • CGC – schnell und günstig, modern gestaltete Slabs. Bei Pokémon stark im Kommen; der Preisabstand zu PSA wird kleiner.
  • SGC – gilt als schnell und zuverlässig, beliebt vor allem bei Vintage. Eleganter schwarzer Slab.
ServiceStärkeKosten/Tempo (grob)Wiederverkauf
PSAhöchster Marktwertteurer, oft langsamam höchsten
BGSSubgrades, Black Labelmittelhoch (v. a. Black Label)
CGCschnell & günstiggünstig, zügigsteigend
SGCTempo & Vintagegünstig–mittelsolide
Tendenzen, Stand: Juni 2026, ohne Gewähr. Preise (~15–40 $/Karte je nach Service & Service-Level) und Bearbeitungszeiten schwanken stark – immer aktuell auf der Anbieter-Seite prüfen.

Erst den Wert kennen, dann graden.

Schieb den Regler im Ankaufsrechner und sieh in 10 Sekunden eine faire Spanne – ohne Anmeldung.

Zum Ankaufsrechner →

Welcher Service für welches Ziel?

  • Maximaler Wiederverkaufswert (teure Chase-Karte zum Verkauf)? → PSA. Der Aufschlag bei PSA 10 rechtfertigt oft die höhere Gebühr.
  • Transparenz & Detailbewertung (du willst genau wissen, woran’s hakt)? → BGS mit Subgrades.
  • Viele Karten, kleines Budget, schnell? → CGC (oder SGC).
  • Vintage-Sammlung? → SGC oder PSA sind hier traditionell beliebt.

Wichtig für dich aus Deutschland: Die großen Services sitzen überwiegend in den USA. Rechne Versand, Versicherung und Zoll/Einfuhrumsatzsteuer auf die reine Grading-Gebühr drauf — das macht den Spaß spürbar teurer und langsamer. Es gibt EU-Annahmestellen und Sammeleinsendungen über Händler, die das bündeln; das kann Porto und Aufwand sparen.

Noch eine Marktbewegung zum Mitdenken: Ende 2025 hat PSAs Mutterkonzern Collectors die Übernahme von Beckett angekündigt — damit stehen PSA, BGS und SGC unter einem Dach, während CGC unabhängig bleibt. Auf die Bewertung deiner Karte hat das kurzfristig keinen Einfluss, aber es zeigt, wie in Bewegung der Markt ist.

Unterm Strich: Graden lohnt sich vor allem bei teuren Karten in Top-Zustand. Bei allem darunter frisst die Gebühr den Gewinn. Wenn du unsicher bist, ob sich der Aufwand überhaupt rechnet — oder lieber unkompliziert verkaufst — mach erst eine Wertschätzung. Ungegradete Karten kaufen wir ebenso fair an: einfach über den Pokémon-Ankauf (Magic genauso). Welche Karten den Aufwand wert sind, zeigen die wertvollsten Pokémon-Karten.

So läuft das Grading ab

  1. Service & Stufe wählen: Anbieter und Service-Level (Tempo vs. Preis) festlegen, Online-Account anlegen, Einsendung anmelden.
  2. Sicher verpacken: jede Karte gesleevt + im Card Saver (kein harter Toploader bei manchen Services), versichert verschicken.
  3. Bewertung: Experten prüfen Ecken, Kanten, Oberfläche und Zentrierung und vergeben einen Grade von 1 bis 10.
  4. Slab zurück: Die Karte kommt versiegelt im Hartplastik-Case („Slab“) mit Label, Grade und eindeutiger Zertifikatsnummer zurück.

Plan von der Einsendung bis zur Rückkehr je nach Service und Andrang mehrere Wochen bis Monate ein — und denk an die Versandwege in beide Richtungen. Für eine einzelne 30-€-Karte lohnt sich der ganze Zirkus selten; für die seltene Top-Karte kann ein hoher Grade den Wert dagegen vervielfachen.

Geschrieben von einem echten Händler: geprüfter Cardmarket-Verkäufer mit 2.000+ Verkäufen und 100 % positiven Bewertungen. Stand: Juni 2026, ohne Gewähr.

Häufige Fragen: Grading-Services im Vergleich

Welcher Service ist in Deutschland/Europa am einfachsten?

Alle vier nehmen internationale Einsendungen an, aber Versand und Zoll machen es aufwendig. CGC und PSA haben in den letzten Jahren ihre EU-Abwicklung verbessert; viele Sammler nutzen Sammeleinsendungen über Händler, um Porto und Papierkram zu teilen.

Was ist ein BGS Black Label?

Ein Black Label vergibt BGS nur, wenn eine Karte in allen vier Subgrades (Ecken, Kanten, Oberfläche, Zentrierung) eine perfekte 10 erreicht. Das ist extrem selten und erzielt entsprechend hohe Aufschläge – teils über einer PSA 10.

Kann ich eine Karte „cross-graden“ lassen?

Ja, man kann eine bereits gegradete Karte bei einem anderen Service neu einreichen (Crossover). Das kostet erneut Gebühr und Risiko – sinnvoll meist nur, wenn ein PSA-Label den Wert deutlich heben würde. Für die meisten Karten lohnt es nicht.

Lieber direkt verkaufen statt graden?

Wir kaufen auch ungegradete Karten fair an. Foto hochladen, Angebot in der Regel binnen 24 h.