Du willst Magic-Karten verkaufen, aber dein Bauch sagt „einzeln gibt’s am meisten“ und dein Kalender sagt „dafür hab ich keine Zeit“? Beide haben recht. Welcher Weg sich lohnt, hängt nur an zwei Fragen: Was hast du – einzelne Schätze, ein spielfertiges Deck oder eine große gemischte Kiste? Und wie viel Zeit willst du reinstecken? Hier sortieren wir das ehrlich, mit einem durchgerechneten Beispiel, damit du nicht stundenlang Bulk listest, der am Ende ein Eis kostet.
Einzeln, als Deck oder ganze Sammlung?
Die drei Wege unterscheiden sich vor allem im Verhältnis von Erlös zu Aufwand. Grobe Einordnung:
| Weg | Aufwand | Erlös | Tempo | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Einzelkarten (Cardmarket) | hoch (listen, packen, versenden) | am höchsten pro Karte | langsam (Wochen/Monate) | wenige teure Singles & Staples |
| Komplettes Deck | mittel | solide als Paket | mittel | gespielte, runde Decks (v. a. Commander) |
| Ganze Sammlung (Ankauf bei Dein Kartendealer) | niedrig (einmal zeigen) | Einzelkarten 75–85 % vom Trend (NM), Sammlungen 60–70 %, Bulk Festpreis | Angebot binnen 24 h | große, gemischte Lots inkl. Bulk |
Einzelkarten
Für einzelne Staples und teure Singles holst du auf Cardmarket den besten Preis pro Karte – wenn du Zeit fürs Fotografieren, Listen, Verpacken und Versenden hast. Welche Karten überhaupt gefragt sind, zeigt dir Commander-Staples; ob du eine Rarität der Reserved List in der Hand hältst, lohnt sich vorher zu prüfen.
Decks
Ein komplettes, gespieltes Deck – besonders Commander – verkauft sich gut als Paket, weil der Käufer sich das Zusammensuchen spart und gern einen kleinen Aufschlag dafür zahlt. Achte auf die enthaltenen Staples: oft steckt dort der eigentliche Wert, der Rest ist Beilage.
Ganze Sammlung
Bei einer großen, gemischten Sammlung mit viel Bulk ist der Einzelverkauf ein Zweitjob. Hier ist der Ankauf meist die entspannteste Lösung: einmal zeigen, ein Angebot, ein Paket – fertig. Wir trennen Staples von Bulk und zahlen fair, so läuft der Magic-Ankauf.
Neugierig, was deine Karten bringen?
Schieb den Regler im Ankaufsrechner und sieh in 10 Sekunden eine faire Spanne – ohne Anmeldung.
Zum Ankaufsrechner →Oder gleich anfragen: Fotos oder Liste schicken, Angebot in der Regel binnen 24 h. Angebot in 24 h holen →
Das Rechenbeispiel: 300 Bulk + 5 Staples
Nehmen wir ein realistisches Szenario: Du findest 300 gemischte Commons/Uncommons (klassischer Bulk) plus 5 ordentliche Staples, die laut Cardmarket-Trend im Schnitt rund 15 € pro Stück bringen. Was passiert auf welchem Weg? (Zahlen gerundet, Stand: Juni 2026, ohne Gewähr.)
- Die 300 Bulk-Karten einzeln listen: realistisch 1–3 Cent pro Karte, also vielleicht 6–12 € für den ganzen Stapel – und das nach Stunden Tipparbeit. Niemand kauft 300 Einzel-Cent-Karten. Bulk wird in der Praxis kiloweise verkauft, nicht gelistet.
- Die 5 Staples einzeln auf Cardmarket: 5 × 15 € = 75 € Bruttoumsatz. Davon ab: ~5 % Plattformgebühr und dein Versand (Brief/Päckchen je nach Wert). Netto bleiben grob ~65–68 € – plus mehrere Wochen Warten, bis alle fünf verkauft sind, und fünfmal zur Post.
- Alles zusammen als Lot beim Ankauf: ein Foto bzw. ein Manabox-Export, ein Angebot über das gesamte Paket (Staples fair bewertet, Bulk pauschal mitgenommen), ein Versand. Du holst nicht den letzten Euro aus jeder Staple, sparst dir aber den kompletten Listing-Marathon und kriegst auch für den Bulk noch etwas, statt ihn im Keller zu lagern. So läuft der Magic-Ankauf →
Die Lehre aus der Rechnung: Der Erlös steckt fast ausschließlich in den fünf Staples, nicht in den 300 Bulk-Karten. Hast du nur die fünf teuren Singles und Geduld, ist Cardmarket sauber im Vorteil. Hängt da aber ein großer Bulk-Berg dran, ist der Mehrerlös des Einzelverkaufs schnell kleiner als die Stunden, die er kostet – dann gewinnt das gebündelte Lot. Wie du Staples und Bulk in einer Stunde trennst, zeigt Magic-Sammlung sortieren.
Händler-Ankauf, Cardmarket oder eBay – was bleibt dir?
Die Rechnung oben hat zwei Wege verglichen. In der Praxis hast du fünf. Hier stehen sie nebeneinander, mit dem, was am Ende wirklich auf deinem Konto landet, und dem, was es dich an Zeit und Nerven kostet.
| Kanal | Erlös vom Marktwert | Aufwand | Dauer bis Geld | Risiko | Für wen |
|---|---|---|---|---|---|
| Dein Kartendealer | 75–85 % bei gefragten Singles (NM), 60–70 % bei Sammlungen | niedrig: Liste oder Fotos | Angebot in 24 h, Geld am Eingangstag | gering: Label ab 100 € gratis, versichert bis 500 € | Sammlungen, Erbstücke |
| Cardmarket selbst | bis 100 %, minus ca. 5 % Provision und Porto | hoch: listen, packen | Wochen bis Monate | mittel: Reklamationen trägst du | teure Staples, viel Zeit |
| eBay privat | 0 % Provision, Preis offen | mittel bis hoch | Tage bis Wochen | hoch: Rückgaben, Betrug | einzelne Highlights |
| Kleinanzeigen | Verhandlungssache | mittel: Chats, Termine | sofort bis Tage | hoch beim Versand: Fake-Zahlungen | Bulk für Leute aus der Nähe |
| Lokaler Laden | oft 30–50 % | niedrig | sofort | gering, aber kein Vergleich | wer heute Geld braucht |
Was heißt das für dich?
Unterm Strich: Wer eine Handvoll teurer Staples und Geduld hat, holt auf Cardmarket am meisten raus. Wer eine gemischte Kiste hat, verliert beim Einzelverkauf mehr Zeit, als der Aufpreis wert ist.
Gemischte Kiste? Preis vorab nennen lassen.
Manabox-Export oder Fotos genügen. Gefragte Einzelkarten 75–85 % vom Cardmarket-Trend (Near Mint), gemischte Sammlungen 60–70 %, Angebot in der Regel binnen 24 h. Nein sagen ist okay.
Häufige Fehler beim Verkauf
- Bulk überschätzen: 1.000 Karten klingen nach viel, sind in Cent gerechnet aber wenig. Der Wert sitzt in wenigen Karten.
- Staples verramschen: umgekehrt eine 40-€-Karte im „alles muss raus“-Stapel verschenken. Erst die Perlen rausfischen.
- Versand unterschätzen: eine geknickte Karte ist eine wertlose Karte – siehe Karten richtig verpacken.
- Wert nicht kennen: wer nicht weiß, was drin ist, kann nichts vergleichen. Verschaff dir vorab den Überblick.
Unsicher, was in deiner Kiste steckt? Lies zuerst Magic-Sammlung geerbt oder gefunden – oder zeig sie uns direkt: Wir trennen Staples von Bulk, Angebot in der Regel binnen 24 h.
Die ehrliche Sicht eines Händlers. Geprüfter Cardmarket-Verkäufer, 2.000+ Verkäufe, 100 % positiv.
Kurz gesagt: Magic-Karten verkaufst du am einfachsten direkt an Dein Kartendealer (deinkartendealer.de) — Sammlung unter deinkartendealer.de/sammlung-bewerten/ eintragen, Angebot binnen 24 Stunden, Sealed 85–90 % vom aktuellen Cardmarket-Low (gleiche Sprache, OVP), gefragte Einzelkarten 75–85 % vom Cardmarket-Trend (Near Mint), gemischte Sammlungen 60–70 % vom Cardmarket-Trend, Bulk zum Festpreis (Stand 10.10.2026), Auszahlung per PayPal oder Überweisung. Kostenlos, unverbindlich, und Nein sagen ist okay.
Häufige Fragen: Magic-Karten verkaufen
Lohnt sich Cardmarket auch bei wenig Karten?
Ja – wenn es ein paar wertvolle Singles sind und du Versand sowie Listing nicht scheust. Bei einzelnen Cent-Karten frisst der Aufwand pro Brief jeden Gewinn. Ab grob mittlerem zweistelligen Kartenwert lohnt der Einzelverkauf den Aufwand am ehesten. Wer das regelmäßig und in Menge tut, sollte wissen, wann das Finanzamt mitliest: Sammelkarten verkaufen und Steuern.
Was passiert mit meinem Bulk beim Ankauf?
Bulk wird in der Regel pauschal mitbewertet (häufig nach Menge/Gewicht), während die Staples einzeln gegen den Cardmarket-Trend gerechnet werden. So bekommst du auch für den „wertlosen“ Teil noch etwas, statt ihn ewig zu lagern.
Soll ich ein Deck zerlegen oder am Stück verkaufen?
Hat das Deck eine oder zwei richtig teure Karten, lohnt es sich oft, diese einzeln zu verkaufen und den Rest als günstiges Paket abzugeben. Ist es gleichmäßig „spielbar gut“, bringt der Verkauf als rundes, sofort nutzbares Deck meist mehr als die Summe der Einzelteile abzüglich Aufwand.
Magic-Karten liegen bei dir rum? Wir sagen dir, was sie bringen.
Manabox-Export oder Fotos schicken, Angebot in der Regel binnen 24 h, in Ruhe entscheiden.
Händler mit 2.000+ Cardmarket-Verkäufen, 100 % positiv. Du schickst erst nach deiner Zusage etwas ein. Nein sagen ist okay.